Buchtipps

  • Colson Whitehead: Die Regeln des Spiels/ Hanser

    Die Geschichte Jim Carneys, die Colson Whitehead in mittlerweile zwei von drei angedachten Teilen erzählt, ist zugleich die Geschichte Harlems zwischen den 1960ern und 1980ern. Der Vorsatz der Hauptfigur, seinen gesellschaftlichen Platz als schwarzer Mensch ohne Einsatz von Gewaltmitteln zu behaupten, erweist sich in beiden Teilen als nicht durchzuhalten. Whiteheads Sprache schwingt zwischen eleganter Coolness… weiterlesen …


  • Barbara Kingsolver: Demon Copperhead/ dtv

    Die Geschichte eines als hinterwälderischer Hillybilly abgestempelten und in prekären sozialen Verhältnissen aufwachsenden Jungen führt nahe an Abgrund und Absturz heran. Aber seinen Weg kreuzen auch eine Fülle bemerkenswert patenter Menschen. Die Autorin hinter der jugendlich-forschen Stimme des Ich-Erzählers zählt knappe 70 Jahre und erhielt für ihren an David Copperfield von Charles Dickens angelehnten Roman… weiterlesen …


  • Richard Ford: Valentinstag/ Hanser Berlin

    Der fünfte und (angeblich definitiv) letzte Teil der Frank Bescombe-Reihe handelt im Kern von einer Reise eines Vaters mit seinem sterbenskranken erwachsenen Sohn zum Mount Rushmore. Der existenzielle Ernst geht einher mit einem von Vater und Sohn geteilten humoristischen Sinn für die grotesken Seiten des gegenwärtigen Amerikas am Wegesrand. Fords Sprache trotzt kraftvoll der Drangsal… weiterlesen …


  • Drago Jancar: Als die Welt entstand/ Zsolnay

    In den frühen 60er Jahren im slowenischen Maribor. Ein 13-jähriger Junge wächst auf zwischen den Partisanenfreunden seines Vaters, dem von der Mutter gewollten Bibelunterricht und Lektionen des angefeindeten deutschen Lehrers – und bildet sich daraus (s)eine Welt. Als die Welt entstand Drago Jancar Zsolnay weiterlesen …


  • Zsigmond Móricz: Der glückliche Mensch/ Guggolz

    Erzählt wird in lebendig-volkstümlichen Ton von einer uns fern gerückten Lebensform, einem Tagelöhnerdasein am Anfang des 20. Jahrhunderts. Doch dem täglichen Überlebenskampf, der erfahrenen Ungleichheit zum Trotz bewahrt die Hauptfigur ihren Lebensmut und findet Wege, sich zu erfreuen. Der glückliche Mensch Zsigmond Móricz Guggolz weiterlesen …


  • Galsan Tschinag: Kennst du das Haus/ Unions-Verlag

    Der Schamane, Stammeshäuptling und Schriftsteller beschreibt in einem wunderbaren, einerseits fast blumigen, andererseits sehr genauen, sinnlichen Deutsch die Jahre, als auch in der Mongolei langsam die Verkrustungen aufbrechen und er wechselnde Herausfor Kennst du das Haus Galsan Tschinag Unions-Verlag weiterlesen …


  • Lea Singer: Die Heilige des Trinkers/ Rowohlt

    Ein Denkmal für eine bislang wenig beleuchtete, beeindruckende Frau, die dem Schriftsteller Joseph Roth in sehr schwierigen Jahren beiseite stand. Gründlich recherchiert, nah und lebendig an den historischen Umständen erzählt, ohne eine eingebildet anmutende Intimität vorzuspielen. weiterlesen …


  • Erinnerungsbuch: „Darling, it´s Dilius!“

    Das originelle autobiografische Erinnerungsbuch besteht aus meist kurzen Einträgen, die allesamt von Worten mit A ausgehen, von A für Blutgruppe bis Azzurro. Wenige Monate nach Beendigung dieses schönen Vermächtnisses verstarb der ebenso bedächtige wie experimentierfreudige Autor. weiterlesen …


  • Kleinste Sachverhalte: Die grässliche Bescherung in der Via Merulana

    Dieser Roman ist ein Fest der Sprache. Diese löst sich immerfort von den vordergründig um die Auflösung zweier Verbrechen im mussolinischen Rom sich drehenden Geschichte, um in unglaublichen Wendungen – auch unglaublich übersetzten – kleinste Sachverhalte sprachakrobatisch aufzuladen. weiterlesen …


  • Philosophische Fragen: Nicht wirklich

    Ein Philosophie-Dozent, in der DDR groß geworden und nun in prekärer Stellung, richtet seinen Blick auf frühere Lebens-Phasen und Episoden. Die philosophischen Fragen, die er sich alltäglich stellt, werden dabei auf wunderbar unangestrengt-ironische Weise seiner Schilderung einverwoben. weiterlesen …